Fuck, ist the Bear das eine verdammt bärenstarke Serie.
Eine ganze verfluchte Serie in der es ums Kochen geht. Fuck! Wer erwartet, dass er jetzt Strahlemann Jamie Oliver in zwanzig verfickten Folgen beim Braten und Rüsten zuschauen muss, sollte sofort seine scheiss Hände waschen und einen Sack Kartoffeln schälen. Und wen es stört, dass hier verdammt viele Fluchwörter unzensiert zu lesen sind, der soll verflucht nochmal nicht weiter lesen und schon gar nicht die Serie schauen, geschweige denn einen scheiss Leserbrief an den verfickten Ombudsmann schreiben. Denn würde jedes verfluchte Wort zensuriert werden, würde sich jede Folge wie eine fucking Herzmaschine ohne Puls anhören und man kann gleich den Löffel abgeben.
In «The Bear» steht das Kochen im Hintergrund. Man verfolgt die Figuren in ihrem emotionalen Auf und Ab, während sie ein Restaurant aufbauen. Jeder Charakter kämpft mit seinen eigenen scheiss Problemen, mit denen sie mehr oder weniger gut zurechtkommen. Und freut euch auf Weihnachten, wie ein kleines scheiss Kind. Alter, das geht ans Eingemachte. Eine herausragenden Jamie Lee Curtis in einem Gastauftritt lädt zum grandiosem Festmahl – eine ganze Stunde lang – doppelt so lang wie alle anderen Folgen. Das ist das Sahnehäubchen, geträufelt mit Olivenöl.
Genau das macht diese verflucht gute Serie aus: Verdammt gut geschriebene Figuren, verfickt emotionale Gespräche, immer ganz nah dran, begleitet mit stimmigem Sound. Gekocht wird in den Nebensätzen. Das mit verflucht guten Bildern in rasanter Abfolge, denn jede Sekunde zählt. In diesen Momenten bekommen die Zuschauer:innen eine leise Ahnung, wie es in einer Grossküche abläuft. Aber das ist quasi das Amuse bouche. Der schmackhafte Hauptgang bringen die gut gespielten Figuren. Der Pfeffer bringen die Dialoge, denn es wird geflucht, verdammt viel geflucht. Scheisse ist das gut!
Chef, ich will einen Nachschlag.
Bewertung
4 / 5 Suppenlöffeln
Wo sehen?
Auf Disney+
Ein hörbares Review gibt es im Filmfenster Podcast.




